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Nematoden-tolerante und -resistente Sorten immer sinnvoll?

In den vergangenen Wochen gab es viele Diskussionen zum Anbau von Nematoden-toleranten oder -resistenzen Sorten im Zuckerrübenanbau. Einig ist man sich darüber, dass es nicht allgemein empfohlen werden kann, diese Sorten anzubauen, sondern bei einer Entscheidung unbedingt das Folgende zu beachten ist:

Höhe des Nematodenbesatzes in der Vorfrucht:

Erst bei einem Überschreiten der Schadensschwelle von 500 Eier und Larven je 100 g Boden ist der Einsatz von Sorten zum Nematodenmanagement wirtschaftlich. Grundsätzlich sollte im Sinne der Erhaltung und Steigerung der Ertragsfähigkeit des Bodens jede Möglichkeit zur Reduktion des Nematodenbesatzes genutzt werden. Daher kommen nur für ein relativ kleine Spanne in der Befallsdichte (siehe Entscheidungshilfe) Sorten in Frage, die Nematoden tolerieren und dabei zu deren Vermehrung beitragen.

Verteilung der Nematoden auf dem Feld:

In der Regel treten Nematoden nesterweise auf. Deshalb ist es wichtig zu wissen, wie hoch der Anteil der befallenen Fläche ist.

Weiterhin sind folgende Faktoren zu berücksichtigen:

  • deutlich höhere Saatgutkosten
  • die schlechtere innere und äußere Qualität
  • die höhere Krankheitsanfälligkeit (Mehltau, Fusarium-Fäule).
Nematodenmanagement

HILLESHÖG bietet Ihnen mit SANETTA eine Nematoden-resistente Sorte an. Beachten Sie bitte dazu unsere Anbauempfehlungen.

Im Zulassungsverfahren des Bundessortenamtes befinden sich darüber hinaus zwei Nematoden-tolerante Sorten, die in Kürze auf den Markt kommen werden.